Einführung Dualität

Dualität

Eine äquivalente Form oder zumindest untere Schranke des nichtlinearen Problems bildet das duale Problem.

Wenn wir das Supremum der Lagrange-Funktion beobachten können wir folgendes feststellen:

Für die Ungleichungsbedingungen: Wenn xZx\notin Z ist sind die Nebenbedingungen größer als 0. Die μ\mu sind nach Definition größer als 0 und können entsprechend so gewählt werden, dass wir im Supremum ++\infty erhalten.

Wenn xZx\in Z ist sind die Nebenbedingungen entweder aktiv (also =0=0) oder <0<0. Für aktive Ungleichungen ist μ\mu unerheblich und das Supremum ist f(x)f(x). Für Ungleichungen <0<0 werden wegen dem Supremum die μ\mu auf 0 gesetzt womit das Supremum f(x)f(x) ist.

Für die Gleichungsnebenbedingungen: Wenn xZx\notin Z ist sind die Nebenbedingungen ungleich 0. Für Nebenbedingungen <0<0 kann λ\lambda negativ gewählt werden um im Supremum ++\infty zu erhalten. Für Nebenbedingungen >0>0 kann λ\lambda positiv gewählt werden um im Supremum ++\infty zu erhalten.

Wenn xZx\in Z ist sind die Nebenbedingungen gleich 0. Die λ\lambda sind also unerheblich und es folgt im Supremum f(x)f(x).

Aus dieser Beobachtung folgt also die Form:

p(x):=supλRm,μR+L(x,λ,μ)={f(x), falls xZ,+, sonst. p(x):=\sup _{\lambda \in \mathbb{R}^{m}, \mu \in \mathbb{R}_{+}^{\ell}} \mathcal{L}(x, \lambda, \mu)= \begin{cases}f(x), & \text { falls } x \in Z, \\ +\infty, & \text { sonst. }\end{cases}

Damit ist unser primales Problem definiert als:

infxRnsupλRm,μR+L(x,λ,μ).\inf _{x \in \mathbb{R}^{n}} \sup _{\lambda \in \mathbb{R}^{m}, \mu \in \mathbb{R}_{+}^{\ell}} \mathcal{L}(x, \lambda, \mu) .

Außerdem folgt das Lagrange-duale Problem.

Für jedes feste xx ist die Lagrange-Funktion linear weshalb für die duale Zielfunktion als Infimum von linearen Funktionen folgt, dass sie konkav ist. Also ist das duale Problem ein Maximierungsproblem einer konkaven Funktion auf einer konvexen Menge, also äquivalent zu einem konvexen Optimierungsproblem.

Aus dem schwachen Dualitätssatz folgt, dass das duale Problem stets eine untere Schranke des primalen optimalen ZFW darstellt. Die beiden optimalen ZFW sind gleich, wenn die Lagrange-Funktion einen Sattelpunkt besitzt.

Sattelpunkt der Lagrange-Funktion ← → globale Lösung für primales und duales Problem mit gleichem ZFW.