Indikatorfunktion im Integral rausbekommen.

Dann versuche ich mal, das etwas genauer zu erklären. In Teilaufgabe (ii) hattet ihr auch eine Indikatorfunktion auf das Intervall [0,10] im Integral, diese seid ihr ja einfach losgeworden, indem ihr sie in die Grenzen geschrieben habt; etwas präziser: Ihr habt den Integrationsbereich so angepasst, dass ihr nur noch über den Bereich integriert, bei dem die Indikatorfunktion 1 ist. Genau das Gleiche will man hier auch machen, nur sind dieses Mal die Intervallgrenzen von k-1 bis k. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das Intervall (k-1, k] ist ganz in [0,10] enthalten, was für k1,...,10k \in {1,..., 10} der Fall ist. Für alle anderen kZk \in Z ist das Intervall (k-1, k] disjunkt von [0,10] (bis auf den Ausnahmefall k=0, dann haben sie einen Punkt gemeinsam; ein Punkt spielt bei der Integration aber keine Rolle). Damit ist für k∉1,...,10k1ku2[0,10](u)du=k1ku20du=0k \not\in {1,..., 10} \int_{k-1}^{k} u^2 \int_{[0,10]}(u) du = \int_{k-1}^{k} u^2 * 0 du = 0

Wenn euch das für allgemeine k nicht klar ist, überlegt es euch zunächst für einen konkreten Wert: 1920u2[0,10](u)du=0\int_{19}^{20} u^2 \int_{[0,10]}(u) du = 0, denn der Integrand ist immer 0. So kann/muss man diese Indikatorfunktionen behandeln. Wenn man die naheliegende Überlegung anstellt, dass Y nur Werte in [0,10] annimmt und daher Y\lceil Y \rceil nur die Werte {1,..,10} annehmen kann, was ihr ja habt, hättet ihr auch gleich bei k nur von 1 bis 10 summieren müssen; dann wäre der Indikator immer überflüssig gewesen.