Bernoulli-Raum

Der Bernoulli-Raum besteht aus einem Wahrscheinlichkeitsraum, der durch das Tripel (Ω,A,P)(\Omega, \mathcal{A}, P) aufgespannt wird. Dabei ist Ω={0,1}\Omega=\{0,1\} und A\mathcal{A} ist die Potenzmenge von Ω\Omega. Die Verteilung P ist definiert durch:

  • P()=0P(\emptyset) = 0
  • P{1})=pP\{1\}) = p
  • P({0})=1pP(\{0\}) = 1-p
  • P({0,1})=1P(\{0,1\})=1

mit dem Parameter p[0,1]p \in [0,1].

Diese Verteilung nennt sich auch Bernoulli-Verteilung (BerpBer_p)

Was kann man damit machen?

Mit dem Bernoulliraum lassen sich einfache Zufallsexperimente modellieren. Um das zu tun weißt man den Werten 0 und 1 verschiedene Ereignisse zu (z.B. Kopf und Zahl beim Münzwurf). Bei einem solchen speziellen Experiment lässt sich aus P({1})P(\{1\}) direkt die ganze Verteilung ableiten (das ist aber allgemein nicht möglich). Um diese Verteilung der 1 herauszufinden braucht man die Relative Häufigkeit.

Wenn man aber a priori plausible Annahmen macht (z.B. dass die Münze oder der Würfel fair ist), dann kann man pp auch direkt bestimmen als P({k})=1ΩP(\{k\})=\frac{1}{|\Omega|}. Das geht so, weil die Elementarereignisse die gleiche Wahrscheinlichkeit haben. Da Ω\Omega endlich ist und durch Sigma-Additivität lässt sich für AΩA\subset \Omega die Verteilung als P(A)=wAP({w})=AΩP(A)=\sum_{w\in A}{P(\{w\})}=\frac{|A|}{|\Omega|} berechnen.

→ Das Modell ist nun vollständig